Tödliches Papier
Der Drogenschmuggel in Gefängnissen stellt weltweit ein erhebliches Problem dar. In den letzten Jahren hat sich in österreichischen Gefängnissen eine besonders beunruhigende Methode des Drogenschmuggels entwickelt: Der Einsatz von Papier, das in verschiedene chemische Drogen getränkt wird. Dieses Papier wird dann an Insassen geschickt und birgt erhebliche Risiken für deren Gesundheit und Sicherheit.
Dieses Papier dient als Zusatz zu selbst gedrehten Zigaretten. Kleine Fusseln dieses Papiers werden in die Zigaretten gemischt und dann in Rauchform von den Insassen konsumiert. Hierbei kann es sehr leicht vorkommen, dass deutlich zu viel erwischt wird. Die normale Menge, die ein Körper halbwegs vertragen kann, wird unabsichtlich, oder auch manchmal absichtlich, überschritten. Die Ergebnisse sind durchwegs fatal für die Insassen.
Die Methode basiert darauf, dass gewöhnliches Papier mit chemischen Drogen wie synthetischen Cannabinoiden, Fentanyl oder anderen psychoaktiven Substanzen getränkt wird. Dieses Papier wird anschließend getrocknet und sieht auf den ersten Blick völlig harmlos aus. Es kann in Form von Briefen, Dokumenten oder sogar Zeichnungen an Insassen geschickt werden, ohne dass es sofort auffällt. In letzter Zeit kommt es vermehrt vor, dass Zeichnungen, offensichtlich von Kindern der Insassen angefertigt, dafür verwendet werden. Eine äußerst perfide Art des Schmuggels.
Die Insassen schneiden oft kleine Stücke des getränkten Papiers ab und konsumieren sie. Die Wirkung ist meist schnell und intensiv, da die Konzentration der Chemikalien auf dem Papier hoch ist.
Der Konsum von getränktem Papier birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Viele der verwendeten Substanzen sind extrem potent und können bereits in geringen Mengen tödlich sein. Insassen, die solche Drogen konsumieren, berichten von Symptomen wie Schaum vor dem Mund, Bewusstlosigkeit, schweren Krampfanfällen und Herzproblemen. In einigen Fällen haben diese Substanzen bereits zu Todesfällen geführt.
In den letzten Jahren gab es mehrere dokumentierte Vorfälle in österreichischen Gefängnissen, bei denen Insassen nach dem Konsum von getränktem Papier zusammengebrochen sind. Ein besonders erschreckender Fall ereignete sich in der Justizanstalt Graz-Karlau, wo mehrere Insassen nach dem Konsum von synthetischen Cannabinoiden schwere Vergiftungen erlitten.
Die österreichischen Gefängnisbehörden stehen vor der Herausforderung, dieser perfiden Schmuggelmethode effektiv entgegenzuwirken. Einige der ergriffenen Maßnahmen umfassen:
Neben repressiven Maßnahmen ist auch die Prävention ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den Drogenschmuggel. Aufklärungskampagnen innerhalb der Gefängnisse sollen Insassen über die Gefahren des Konsums solcher Substanzen informieren und sie davon abhalten, sich auf solche Praktiken einzulassen.
Dabei sollten wir uns die Frage stellen, warum Insassen zu Drogen greifen. Dass es diese Dinge immer wieder geben wird, lässt sich nicht vermeiden. Bestimmte Situationen rufen immer wieder derartige Umstände hervor. Allerdings ist die Entwicklungen den letzten Jahren äußerst beängstigend. Denn die Fälle häufen sich. Warum? Was ist heute anders im Vergleich zu noch vor 10 Jahren?
Da gibt es viele Aspekte. Ein großer Fakt ist, dass die Lebensumstände für Insassen mehr und mehr schwierig werden. Die psychische Belastung ist teilweise derart schlimm, so dass Insassen oft keine andere Möglichkeit mehr sehen als zu Drogen zu greifen um den Alltag irgendwie erträglicher zu gestalten. Es fehlt an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, auch wenn sich bestimme Anstalten immer wieder mit deren Möglichkeiten rühmen. Es ist definitiv NICHT so. Die aktuellen Aus- und Fortbildungsmaßnamen haben nichts mit der Realität zu tun und heflen auf keinen Fall bei einer Resozialisierung. Ein Insasse, der eine bestimmte Lehre während der Haft erfolgreich absolviert hat, wird sich über die veränderten Situationen in Freiheit sehr wundern.
Ein anderer großer Aspekt ist die mehr und mehr eingeschränkte soziale Integration von Insassen. Besuche werden eingeschränkt, Briefkontakte mit dem sozialen Umfeld massiv kontrolliert und Telefonate unterliegen strengen Kontrollen. Ein “Ich liebe Dich” oder “Ich hab Dich lieb” kommt einem Menschen deutlich schwerer über die Lippen, wenn man weiß, dass wildfremde Menschen zuhören und das Gesagte bewerten.
Strafweise Besuchseinschränkungen oder gar Verbote sind ebenfalls ein Schritt in die falsche Richtung. Man bestraft dadurch nicht nur den Insassen, sondern natürlich auch sein soziales Umfeld.
Der aktuelle Weg der Justiz ist also vollkommen FALSCH.
Der Drogenschmuggel mittels getränktem Papier stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit und Gesundheit der Insassen in österreichischen Gefängnissen dar. Es bedarf eines umfassenden Ansatzes, der sowohl repressive als auch präventive Maßnahmen umfasst, um dieses Problem effektiv zu bekämpfen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen können langfristig Erfolge erzielt und das Leben der Insassen geschützt werden.
Es bedarf umfangreicher Präventionsarbeit. Besuche DÜRFEN NICHT beschränkt werden. Die soziale Integration von Insassen DARF NICHT behindert oder eingeschränkt werden. Aktuell wird dies speziell in den großen Anstalten so praktiziert und schadet Insassen sowie deren sozialen Umfeld, so dass viele der Insassen mit der Zeit nur mehr Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit sehen und somit zu Drogen greifen.
(ms)
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